Frequently Asked Questions


Proposition 65 ist ein 1986 im US-Bundesstaat Kalifornien verabschiedetes Gesetz zum Schutz von Trinkwasserqualität (Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act). Das Gesetz soll die Öffentlichkeit über einen möglichen Kontakt mit Chemikalien, die im US-Bundesstaat Kalifornien als krebsfördernd, Ursache für Geburtsschäden und gefährlich für die Fortpflanzung erachtet werden, informieren.

Proposition 65 schreibt vor, dass der Gouverneur von Kalifornien eine Liste mit schädlichen Chemikalien führt und veröffentlicht. Diese Liste wird jährlich aktualisiert und enthält Chemikalien, die in Lösungsmitteln, Arzneimitteln, Farbstoffen, Nahrungsmittelzusatzstoffen, Nebenprodukten bestimmter Prozesse, Pestiziden und Tabakprodukten enthalten sind.


Die betreffenden Chemikalien wurden von Organisationen, die auf dem jeweiligen Gebiet als befugt gelten, als fortpflanzungsgefährdend oder krebserregend klassifiziert. Die Umweltschutzbehörde der USA (Environmental Protection Agency), die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA (Food and Drug Administration), das Nationale Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (National Institute for Occupational Safety and Health), das nationale Toxologieprogramm (National Toxicology Program) und das Internationale Krebsforschungszentrum (International Agency for Research on Cancer) gelten als befugt, krebserregende Stoffe zu bestimmen. Was fortpflanzungsgefährdende Stoffe betrifft, sind die Anweisungen der US Environmental Protection Agency, der US Food and Drug Administration, dem National Institute for Occupational Safety and Health und der International Agency for Research on Cancer maßgeblich. Chemikalien werden auch in der Liste geführt, wenn sie gemäß einer bundesstaatlichen oder föderativen Behörde gekennzeichnet werden müssen oder als krebserregend bzw. fortpflanzungsgefährdend gelten.

Alle Firmen mit zehn oder mehr Beschäftigten, die im US-Bundesstaat Kalifornien Produkte vertreiben oder verkaufen, müssen den Anforderungen von Proposition 65 Genüge leisten. Dies bedeutet konkret: (1) Diese Firmen dürfen nicht wissend die in der Liste geführten Chemikalien in Trinkwasserquellen ausscheiden und müssen (2) einen „klaren und sachgemäßen“ Warnhinweis auf ihren Produkten anbringen, bevor Sie wissend und absichtlich den Konsumenten mit Chemikalien, die in der Liste aufgeführt sind, in Kontakt bringen.


Der Warnhinweis gemäß Proposition 65 bedeutet, dass diese Firmen die Kontaktgefahr untersucht haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass entweder „das Maß eines wesentlichen Risikos“ überschritten wird oder dass die Produkte im Falle eines Vorhandenseins einer in der Liste geführten Chemikalie, ohne die Gefahr tatsächlich untersucht zu haben, gekennzeichnet sind.


SealLine bringt einen Warnhinweis an, weil unseres Wissens nach eine oder mehrere der in der Liste geführten Chemikalien vorhanden sind, ohne den Versuch zu unternehmen, das Maß der Kontaktgefahr zu untersuchen. Auch wenn durch die Verwendung eines SealLine-Produkts die Kontaktgefahr mit einer solchen Chemikalie weit unterhalb „des Maßes eines wesentlichen Risikos“ liegt, haben wir uns entschieden, Warnhinweise gemäß Proposition 65 anzubringen.

Zitat der Regierung von Kalifornien: „Die Tatsache, dass ein Produkt einen Warnhinweis gemäß Proposition 65 hat, bedeutet nicht unbedingt, dass das Produkt nicht sicher in der Verwendung ist.“ Ebenso wird erklärt: „Proposition 65 entspricht auch eher einem Recht auf Informationen für den Verbraucher anstatt einem Gesetz zur Produktsicherheit.“


Ein Warnhinweis gemäß Proposition 65 bedeutet, dass das Produkt mindestens eine der in der Liste geführten Chemikalien enthält. Ein Warnhinweis ist gesetzlich vorgeschrieben, es sei denn, das betreffende Unternehmen kann nachweisen, dass bei dem Kontakt mit der Chemikalie „kein wesentliches Risiko“ besteht. Eine Chemikalie gilt dann im Hinblick auf krebserregende Stoffe als „mit keinem wesentlichen Risiko“ verbunden, wenn laut Berechnung bei 100.000 Personen im Laufe eines siebzigjährigen Lebens nicht mehr als eine Krebserkrankung auftritt. Theoretisch bedeutet dies, dass bei einem täglichen Kontakt mit einer solchen Chemikalie über einen Zeitraum von 70 Jahren die Krebsgefahr so eingeschätzt wird, dass bei 100.000 Personen nicht mehr als eine Krebserkrankung auftritt.


Bei fortpflanzungsgefährdenden Stoffen ist „kein wesentliches Risiko“ als ein Kontakt definiert, der selbst bei einem Faktor von 1000 zu keinem Geburts- oder Fortpflanzungsschaden führt. Dementsprechend liegt das Maß des Kontakts unterhalb des Maßes „mit keiner feststellbaren Auswirkung“ geteilt durch 1000. (Das Maß „mit keiner feststellbaren Auswirkung“ ist die höchste Dosis, die nicht mit feststellbarem Fortpflanzungsschaden beim Menschen oder in Tierversuchen in Verbindung gebracht wird.)


Weitere Informationen über das Gesetz Proposition 65 des US-Bundesstaates Kalifornien finden Sie auf http://oehha.ca.gov/prop65/background/p65plain.html